Wie errichte und betreibe ich ein Z-Wave basiertes Funknetz

Ein Z-Wave Netz besteht immer aus einer Steuerzentrale und mindestens einem und max. 231 weiteren Geräten. Die Steuerzentrale   organisiert das Netz und steuert andere Geräte im Netz. Diese Geräte können sich auch untereinander steuern. Steuerzentralen sind im Geräte-Handbuch mit dem Symbol [C]   gekennzeichnet. Andere Geräte sind Sensoren [S] (Türkontakte, Temperatur, …), Fernbedienungen (mobil oder auch fest an der Wand montiert) [R] oder Aktoren (Schalter, Dimmer, Thermostate, …) [A].

Positionen der Geräte

Z-Wave-Geräte haben eine robuste Funkverbindung und nutzen andere am 220V-Netz betriebene Z-Wave-Geräte als Router. Ist die direkte Funkverbindung gestört, leiten sie Funk-Signale anderer Geräte weiter. Damit gibt es kaum Einschränkungen bei der Montage. Folgende Hinweise sind jedoch zu beachten:

  • Metallflächen näher als 30 cm zum Gerät meiden.
  • Mehr 220V-betriebene Geräte machen das Netz dank
  • Routingfunktion funktechnisch zuverlässiger.
  • Antennen nicht wickeln oder kürzen !

220V-betriebene Aktoren und Sensoren sind immer aktiv (daher Router), während Sensoren mit Batterien nur aktiv sind, wenn sie aufgeweckt werden. Im Geräte- Handbuch steht bei [W] wie ein Gerät aufgeweckt wird. Zusätzlich wecken sie regelmäßig – zum Beispiel aller 15 Minuten – auf um von der Steuerzentrale neue Befehle abzufragen. Aktoren mit Batterien wie Türschlösser oder Sirenen sind ebenfalls immer aktiv, verbrauchen aber dafür mehr Strom.

Inklusion  – Geräte einbinden    

Um miteinander kommunizieren zu können   müssen Geräte in einem Netz miteinander bekanntgemacht werden. Dieser Vorgang heißt Inklusion. Das neue Gerät und die Steuerzentrale sind beteiligt:

  1. Die Steuerzentrale wird in den Inklusions-Modus geschaltet. Konkrete Hinweise dazu   stehen im Geräte-Handbuch des Controllers beim Icon[CI].
  2. Das neue Gerät bestätigt die Inklusion. Bei Geräten mit   Autoinklusion-Funktion     (siehe   Handbuch) erfolgt dies durch Anstecken der Stromversorgung oder Einlegen der Batterien. Ansonsten steht im Geräte-Handbuch beim Icon [I] wie die Inklusion bestätigt wird. Meist ist das ein einfaches oder dreifaches Drücken einer Taste.     Ist ein Gerät bereits in einem anderen Netz, kann es ohne Exklusion (siehe unten) nicht inkludiert werden!
  3. Dieser Prozess wird für jedes Gerät wiederholt.

Interview – Geräte kennenlernen

Nach erfolgreicher Inklusion wird die Steuerzentrale automatisch in einem Funk-Interview die Parameter und Funktionen des neuen Gerätes ermitteln und Statusinformationen oder Sensorwerte anzeigen. Batteriebetriebene Geräte können während dieses Prozesses mitunter in den Schlafzustand wechseln und müssen dann manuell aufgeweckt werden. Die Steuerzentrale zeigt an, wenn das Interview beendet ist.

Assoziation

Z-Wave Geräte können andere Geräte direkt steuern – diese Verbindung heißt bei Z-Wave Assoziation. Bei bestimmten Ereignissen (Tastendruck, Auslösen eines Sensors,…) sendet das steuernde Gerät Funk- Kommandos an alle zu steuernden Geräte. Diese werden dazu in sogenannte Assoziationsgruppen eingetragen. Das Handbuch des steuernden Gerätes gibt bei [A] an, welche Assoziationsgruppen für welche Ereignisse existieren. Die Einträge werden von der Steuerzentrale programmiert.   Informationen   dazu finden sie im Handbuch der Steuerzentrale beim Icon [SA].

Konfiguration

Z-Wave   Geräte   sind   direkt   nach   der   Inklusionarbeitsfähig. Mittels Konfigurationsparameter kann das Verhalten jedoch den eigenen Erwartungen weiter angepasst werden. Details dazu stehen im Benutzer- Handbuch.       Konfigurationseinstellungen oder Assoziationen können immer wieder geändert werden. Sie sind   bei Batterie-Geräten aber erst nach dem nächsten Aufwecken wirksam.

Bei Problemen

Bei Problemen im Netz wie Verzögerungen oder Verbindungsabbrüchen   kann ein Netz-Reorganisation helfen. Infos dazu stehen im Handbuch der Steuerzentrale.

Defekte oder nicht mehr aktive Geräte umgehend aus dem Netz entfernen!

  • Funktioniert das Gerät noch, erfolgt die Entfernung des Gerätes durch Exclusion. Die Steuerzentrale wird dazu in den Exclusion-Modus geschaltet. Am Gerät wird dies wie bei Inklusion bestätigt und damit gleichzeitig wieder   in den Auslieferungs- Zustand rücksetzt. (siehe Handbuch beim Icon [I]).
  • Ist das Gerät defekt, kann es die Steuerzentrale ohne Nachfrage entfernen. Dies geschieht entweder automatisch oder durch eine zu startende Funktion. Näheres steht im Handbuch der Steuerzentrale.

Szenen und Automation

Weitere Funktionen wie Szenen oder die zeitgesteuerte Ausführung von Kommandos können in der Steuerzentrale definiert werden. Das Handbuch der Zentrale liefert hier entsprechende Anleitungen.

Die Bedienungsanleitungen aller Geräte sind unter der Adresse www.zwave.de/handbuecher abrufbar.